Arbeitsbereich 03
Sprachsystem
Der Morgenelf-Sprachstandard hilft beim Schreiben über junge Menschen, Leistung, Gesundheit, Konflikte und Entscheidungen – präzise, altersgerecht und ohne Etiketten.
Umfassender Leitfaden
Respektvoll und verständlich
Gute Sprache ist bei Morgenelf Teil der Sorgfalt. Sie trennt Beobachtung, Quelle, Einordnung und Meinung, damit Lesende erkennen können, was belegt und was offen ist.
Junge Menschen werden als handelnde Personen angesprochen, nicht als Material einer Karrieregeschichte. Begriffe, Satzlänge und Ton richten sich nach der Informationslage, nicht nach vermeintlichem Status.
Schlagzeilen dürfen zuspitzen, aber weder Ergebnis verfälschen noch Angst, Hoffnung oder Bloßstellung als Klickanreiz nutzen.
12 Kapitel
Regeln, Beispiele und Prüffragen.
Die ersten acht Kapitel bilden die Vertiefungsserie. Jedes Kapitel benennt Anwendung und Grenze und führt zu bestehenden Morgenelf-Angeboten.
Beobachten statt etikettieren
Konkrete Situationen ersetzen pauschale Urteile über Talent, Charakter oder Zukunft.
Kapitel öffnen →02 · VertiefungAltersgerecht erklären
Komplexität wird reduziert, ohne junge Menschen herabzusetzen.
Kapitel öffnen →03 · VertiefungFachbegriffe übersetzen
Ein Begriff wird erklärt, bevor er als Abkürzung für komplexe Zusammenhänge dient.
Kapitel öffnen →04 · VertiefungFaire Überschriften
Überschriften führen präzise in den Inhalt und versprechen nicht mehr, als der Beitrag belegt.
Kapitel öffnen →05 · VertiefungUnsicherheit kenntlich machen
Unbestätigte, vorläufige und strittige Informationen werden sprachlich sauber getrennt.
Kapitel öffnen →06 · VertiefungGesundheitssprache
Medizinische Orientierung vermeidet Diagnosen, Angst und unbegründete Hoffnung.
Kapitel öffnen →07 · VertiefungRechtssprache
Regeln werden verständlich zusammengefasst und mit Originalquelle und Geltungsbereich verbunden.
Kapitel öffnen →08 · VertiefungSensible Situationen
Konflikte, Erkrankungen und Gewalt werden zurückhaltend, würdevoll und ohne unnötige Details beschrieben.
Kapitel öffnen →09 · GrundsatzInklusive Ansprache
Menschen werden sichtbar angesprochen, ohne Gruppen zu markieren oder zu verallgemeinern.
Kapitel öffnen →10 · GrundsatzInterviews redigieren
Gesagtes wird sinngetreu, transparent und mit vereinbartem Freigabeweg wiedergegeben.
Kapitel öffnen →11 · GrundsatzKorrekturen formulieren
Eine Berichtigung sagt klar, was falsch war, was richtig ist und wann geändert wurde.
Kapitel öffnen →12 · GrundsatzHandlungsaufforderungen
Ein nächster Schritt ist konkret, freiwillig und frei von künstlichem Druck.
Kapitel öffnen →Entscheidungshelfer
Ist der Text klar und fair?
Vier Sprachfragen erzeugen eine druckbare Überarbeitungsliste – ohne Textupload oder Speicherung.
Vier Fragen bis zur Gesprächsvorlage
Wähle in jedem Feld eine Aussage. Namen, Antworten und Ergebnisse werden nicht gespeichert oder übertragen.
Glossar
Gemeinsame Begriffe.
Diese Arbeitsdefinitionen gelten in diesem Bereich und verhindern, dass zentrale Wörter unbemerkt ihre Bedeutung wechseln.
- Beobachtung
- Konkrete, zeitlich und situativ einordenbare Wahrnehmung.
- Etikett
- Pauschale Bezeichnung, die eine Person auf eine vermeintlich feste Eigenschaft reduziert.
- Einordnung
- Erklärung, wie ein belegter Sachverhalt im benannten Kontext zu verstehen ist.
- Wortlaut
- Unveränderte oder kenntlich redigierte direkte Aussage einer Person.
- Sinngemäße Wiedergabe
- Inhalt einer Aussage in eigenen Worten unter korrekter Quellenangabe.
- Geltungsbereich
- Zeitlicher, räumlicher und sachlicher Bereich, in dem eine Regel gilt.
- Leichte Sprache
- Regelgeleitete, besonders verständliche Sprachform; nicht gleichbedeutend mit jeder einfachen Formulierung.
- Korrekturhinweis
- Sichtbare Dokumentation eines wesentlichen redaktionellen Fehlers und seiner Berichtigung.
Häufige Fragen
Kurz und eindeutig.
Die Antworten benennen Nutzen und Grenze. Konkrete Fälle bleiben einer zuständigen Einzelfallprüfung vorbehalten.
Schreibt Morgenelf immer in Leichter Sprache?
Nein. Wir schreiben verständlich und bieten dort besondere Zugänge, wo sie fachlich und redaktionell umgesetzt werden können.
Dürfen Fachbegriffe vorkommen?
Ja, wenn sie notwendig und beim ersten Auftreten erklärt sind.
Wie werden Zitate gekürzt?
Nur sinnwahrend und im vereinbarten Freigabeprozess.
Warum vermeidet ihr Talentbegriffe?
Weil pauschale Etiketten Entwicklung festschreiben und selten eine konkrete Situation erklären.
Wie kennzeichnet ihr Unsicherheit?
Mit Quelle, Status, Datum und klarer Sprache wie ‚nach aktuellem Stand‘.
Kann ich eine Formulierung beanstanden?
Ja. Hinweise gehen über Kontakt oder den sichtbaren Korrekturweg in die redaktionelle Prüfung.
Quellenregister
Originalstelle statt Behauptung.
Zuständigkeit: Sprachredaktion. Alle Quellen wurden am 26. August 2026 auf Erreichbarkeit und Passung geprüft. Änderungen lösen eine Prüfung der verbundenen Kapitel aus.
Im Portal anwenden