Leistungsdruck

01 · Vertiefung

Auftrag und Kindeswille

Anlass, Wunsch des Kindes, Elternhilfe und fremde Zuständigkeiten werden getrennt.

Leitlinie

Was damit gemeint ist.

Bei „Leistungsdruck“ beginnt die Klärung mit dem Kind: Was weiß es, was möchte es selbst sagen oder entscheiden und welche Hilfe wünscht es? Ergebnis-, Auswahl-, Körper- oder Zukunftsdruck kann Wohlbefinden und Alltag belasten. Einzelne Reaktionen beweisen keine Diagnose; Veränderungen und Sorgen verdienen dennoch Aufmerksamkeit.

Praxisprüfung

Ein Prüfszenario sammelt beobachtbare Veränderungen, hört dem Kind zu und klärt Entlastung und Hilfeweg, ohne Symptome zu deuten. Das Szenario prüft Struktur, ohne Person, Stimme oder Wirkung zu erfinden.

Vier Fragen vor der Abnahme

  • Ist nachvollziehbar, dass Beobachtung, Kindesstimme, Druckquelle, sofortige Entlastung, professionelle Hilfe und Notfallweg sind geklärt?
  • Wird vermieden, psychische Erkrankungen zu diagnostizieren, Beschwerden zu bagatellisieren, Drohungen einzusetzen oder Hilfe von Leistung abhängig zu machen?
  • Sind Kindeswille, Beobachtung, Fakten und Annahmen getrennt?
  • Sind Alltag, Alternative, Zuständigkeit, Schutz, Quelle, Rechte und Wiedervorlage geprüft?